(un)erhört: Stimmen in der D·D·R
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eine künstlerisch forschende Erinnerungsreise mit Schüler:innen und Zeitzeug:innen im Prenzlauer Berg
In diesem Theater-Projekt geht es um Protest in der D·D·R.
Das ist die Abkürzung für Deutsche Demokratische Republik.
Das Land gab es von 1949 bis 1990.
In dieser Zeit war Deutschland in 2 Länder geteilt.
Die DDR war der Teil in Ost-Deutschland.
Bei einem Protest sagen Menschen laut:
Das gefällt uns nicht!
Das Projekt ist eine künstlerische Erinnerungs-Reise.
Dabei forschen Schüler und Schülerinnen zur Geschichte an bestimmten Orten.
Dabei arbeiten sie künstlerisch.
Und sie treffen Menschen, die diese Zeit und den Protest selbst erlebt haben.
Das ist ein Projekt der Künstlerischen Kollektive des Theater o.N.
Ein Kollektiv ist eine Gruppe von Menschen, die zusammen-arbeitet.
Das Theater o.N. wurde 1979 in Berlin gegründet.
Hier arbeiten Menschen mit verschiedenen Berufen zusammen.
Zum Beispiel:
- Schauspieler und Schauspielerinnen
- Puppen-Spieler und Puppen-Spielerinnen.
- Musiker und Musikerinnen
- Bühnen-Bildner und Bühnen-Bildnerinnen
Das sind Menschen, die Dinge für die Bühne bauen.
Damit das Publikum sieht, in welcher Zeit ein Stück spielt.
Oder an welchem Ort.
- Menschen, die Stücke schreiben
- Menschen, die Theater-Arbeit mit anderen Menschen machen.
All diese Berufs-Gruppen machen hier Theater.
Für Kinder und Erwachsene.
Und mit Kindern und Erwachsenen.
Im Moment arbeiten 20 Personen im Theater o.N.
Alle wollen ein Theater, das offen ist für alle.
Jeder Mensch soll Theater erleben können.
Egal, wo man wohnt.
Egal, welche Schule man besucht hat.
Was passiert bei dem Projekt?
In den nächsten 2 Jahren arbeiten wir mit 60 Schülern und Schülerinnen zusammen.
Gemeinsam entdecken wir die Gegend von unserem neuen Spiel-Ort.
Denn ab Herbst 2026 ist das Theater o.N. in der Fröbel-Kapelle.
Das ist in der Nähe der Prenzlauer Allee.
Diesen neuen Spiel-Ort wollen wir kennen-lernen.
Zusammen mit Jugendlichen, die sich für Theater interessieren.
Und die selbst gern Theater spielen wollen.
Dabei erinnern wir an die Zeit der DDR.
Die DDR gab es von 1949 bis 1990 in Ost-Deutschland.
Die DDR war kein freies Land.
Man durfte seine Meinung nicht sagen:
Wenn man gegen den Staat war.
Man durfte auch viele andere Dinge nicht.
Wir wollen Menschen und Gruppen erinnern, die das trotzdem gemacht haben.
Sie haben sich gegen den Staat gewehrt.
Deshalb wurden sie beobachtet, verfolgt und bestraft.
Wir schauen uns vor allem die Zeit kurz vor dem Mauer-Fall an.
Das war die Zeit Ende der 1980er Jahre.
Damals waren viele Menschen in der DDR unzufrieden.
Sie wollte eine andere Politik.
Und ein anderes Land.
Mit unserer Erinnerung an den Protest wollen wir die Menschen sichtbar machen.
Damit sie nicht vergessen werden.
Damit die Stimmen von damals gehört werden.
Deshalb heißt das Projekt: (un)erhört: Stimmen in der DDR
Es ist eine Erinnerungs-Reise mit Schülern und Schülerinnen.
Und mit Menschen, die die Zeit damals selbst erlebt haben.
Unsere Erinnerungs-Orte
Wir spielen an verschiedenen Orten im Berliner Stadt-Teil Prenzlauer Berg.
Alle Orte waren Orte für Verbrechen oder Protest-Orte in der DDR.
Haus 3 auf dem Fröbel-Gelände
Der Keller von dem Haus wurde unter anderem als Gefängnis benutzt.
Das Gefängnis gehörte zum Ministerium für Staats-Sicherheit der DDR.
Dieses Ministerium hat Menschen überwacht, verfolgt und bestraft:
Wenn sie gegen die DDR waren.
EWA-Frauen-Zentrum
Das Frauen-Zentrum ist am 3. Dezember 1989 entstanden.
An dem Tag wurde in der DDR der Unabhängige Frauen-Verband gegründet.
Dieser Verband hat sich für politische Mit-Bestimmung von Frauen eingesetzt.
Vor allem in den letzten Monaten der DDR und im Jahr 1990, vor der
Wieder-Vereinigung der beiden deutschen Staaten.
Ehemaliges Gasometer im Ernst-Thälmann-Park
Im heutigen Ernst-Thälmann-Park war früher ein Gas-Werk.
Zu dem alten Gas-Werk gehörten Gasometer.
Das ist großer Tank, wo Gas gespeichert wird.
1981 wurde das Gas-Werk geschlossen.
1984 wurden die letzten Teile von dem ehemaligen Gasometer gesprengt.
Dagegen gab es in der DDR Proteste.
Später wurde dort ein Park und ein Planetarium gebaut.
In einem Planetarium kann man den Sternen-Himmel beobachten.
Ernst-Thälmann-Denkmal im Ernst-Thälmann-Park
Im Ernst-Thälmann-Park gibt es ein Denkmal von Ernst Thälmann.
Das war ein Arbeiter-Anführer.
Er hat gegen den National-Sozialismus gekämpft.
Er wurde in der DDR sehr verehrt.
Er hat von 1886 bis 1944 gelebt.
Nach dem Ende der DDR wurde lange darüber gestritten:
Das Denkmal soll stehen-bleiben.
Das Denkmal soll abgerissen werden.
Manche finden das Denkmal schrecklich.
Manche finden es gut.
Wie arbeiten wir in dem Projekt?
Für das Projekt arbeiten wir mit diesen Schulen zusammen:
- Grund-Schule am Planetarium / Grundschule an der Marie
- Gustav-Eiffel-Schule
In jeder Spiel-Zeit und in jedem Schul-Jahr gibt an beiden Schulen eine Forschungs-Gruppe.
Wir nennen diese Gruppe Künstlerisches Kollektiv.
Darin arbeiten etwa 15 Schüler und Schülerinnen zusammen.
Über 2 Jahre entstehen dadurch 4 Künstlerische Kollektive.
Jede Gruppe erkundet einen von den 4 Orten.
Sie forscht:
- Deshalb war dieser Ort ein Protest-Ort in der DDR.
- Das ist dort passiert.
Die Gruppe lernt Menschen kennen, die die Geschichte selbst erlebt haben.
Die Lebens-Geschichte dieser Menschen ist eng verbunden mit der Geschichte von dem Ort.
Die Künstlerischen Kollektive machen forschende Theater-Arbeit.
Das bedeutet:
Sie beschäftigen sich mit der Vergangenheit.
Sie sprechen mit Menschen.
Sie besuchen Sammlungen, wo man Dokumente, Texte, Briefe und Materialien von früher sehen kann.
Sie spielen nach, was damals passiert ist.
Sie lernen, wie man in den 1980er Jahren gegen den DDR-Staat protestiert hat.
Sie probieren die Protest-Arten selbst aus.
Im zweiten Teil vom Projekt entsteht aus dem gesammelten Wissen und den Erlebnissen etwas Künstlerisches.
Zum Beispiel:
- ein Spaziergang mit Hör-Texten.
- ein Theater-Stück
- eine Sendung zum Zuhören
- eine Ausstellung
Dabei helfen Künstler und Künstlerinnen und Fach-Leute für Theater-Arbeit.
Hier ist Fantasie gefragt.
Alles ist möglich und erlaubt.
Die Arbeit an den Schulen hat schon angefangen.
Erste Ergebnisse zum gesprengten Gasometer im Ernst-Thälmann-Park stellten wir am 6. Juli 2026 vor.
Es ist ein Hör-Spaziergang im Ernst-Thälmann-Park.
Mehr Informationen dazu gibt es bald auf dieser Internet-Seite.
Im Juni 2027 stellen wir alle Ergebnisse der Spiel-Zeit 2026 und 2027 vor.
Für dieses Projekt gibt es Förder-Geld vom Bundes-Programm Jugend erinnert.
Das Förder-Geld kommt von diesen Stellen:
· Beauftragten für Kultur und Medien.
· Bundes-Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Das Team
Zum Team der Künstlerischen Kollektive gehören Künstler und Künstlerinnen und Fach-Leute für die Zusammen-Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Zum Team gehören außerdem Fach-Leute für:
- Technik
- das Filmen von Aufführungen
- Fotografie
- die Herstellung von Falt-Blättern und Info-Heften.
Cindy Ehrlichmann und Kata Kovács leiten das Team und das Projekt.